Bei einem Antikörpermangel produziert der Körper zu wenige oder gar keine Antikörper (Immunglobuline). Dadurch ist das Immunsystem geschwächt und die Infektanfälligkeit steigt. Betroffene können dann öfter unter Infektionen wie Nebenhöhlen- oder Lungenentzündungen oder auch Infektionen des Magen-Darm-Traktes leiden. Man entscheidet zwischen einem angeborenen (primären) Antikörpermangel und einem erworbenen (sekundären) Antikörpermangel. Es gibt viele verschiedene Arten und Ausprägungen eines angeborenen Antikörpermangels. Bei dem variablen Immundefektsyndrom (CVID) beispielsweise ist typischerweise die Anzahl von IgG sowie IgA oder IgM bzw. beiden zu gering. Den sekundären Antikörpermangel findet man häufig im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung wie z.B. dem multiplen Myelom oder der chronisch lymphatischen Leukämie, wobei entweder die Grunderkrankung selbst oder die notwendige Therapie Auslöser des Antikörpermangels sind.