Plasma Awareness Week: Einfach Leben retten!

Blutplasma ist lebenswichtig – für jede und jeden von uns. Doch während das bei gesunden Menschen kein Problem darstellt, sind Patientinnen und Patienten mit Immundefekten auf Spenden angewiesen – denn ohne menschliches Plasma wären viele Therapien nicht möglich. Darüber hinaus gibt es weitere Erkrankungen, bei denen Blutplasma gebraucht wird.

Das ist der Grund dafür, dass jährlich im Oktober die International Plasma Awareness Week (IPAW) stattfindet. Ziel ist es, über die Bedeutung von Plasma zu informieren, Spenderinnen und Spender zu würdigen und auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Plasma-Produkten hinzuweisen.

Was hat Plasma mit Immundefekten zu tun?

Bei Menschen mit bestimmten angeborenen oder erworbenen Immundefekten ist die körpereigene Produktion von Antikörpern beeinträchtigt. Damit sie sich gegen Infektionen schützen können, brauchen sie regelmäßig Immunglobulin-Präparate, die aus menschlichem Blutplasma hergestellt werden.

Da viele Spenden für eine einzige Dosis benötigt werden, ist es besonders wichtig, dass regelmäßig von vielen Menschen gespendet wird. So können für die Therapie eines einzigen Patienten oder einer Patientin mit einem Immundefekt jährlich über 100 Plasmaspenden notwendig sein – je nach Erkrankung und Dosierung.

Lässt sich Blutplasma künstlich herstellen?

Leider nein – bisher ist es nicht möglich, menschliches Blutplasma oder die darin enthaltenen Eiweiße wie Immunglobuline künstlich in ausreichender Menge und Qualität herzustellen. Zwar wird in der Forschung intensiv an entsprechenden Verfahren gearbeitet, doch bislang gibt es keine Alternative zur echten Plasmaspende. Umso mehr gilt: Jede einzelne Spende zählt – und kann für Menschen mit Immundefekt und andere Erkrankungen lebensrettend sein. Ein Grund mehr, die Plasma Awareness Week zu nutzen und die Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken.

Was Betroffene und Angehörige tun können

Die gute Nachricht ist: Plasma zu spenden, ist sehr einfach. Es dauert nur 30 bis 45 Minuten, anschließend ruht man sich im Zentrum für rund dreißig Minuten aus und kann dann auch schon wieder nach Hause gehen. Der Körper regeneriert sich in der Regel schnell wieder – mit etwas Ruhe und ausreichend Wasser für die Flüssigkeitsversorgung.

Diese Informationen zu verbreiten, ist also eine der wichtigsten Aufgaben. Die Awareness-Woche, die Anfang Oktober 2025 wieder stattfindet, ist eine perfekte Gelegenheit dafür. Jetzt gilt es: Laden Sie alle dazu ein, sich zu informieren, ins Gespräch zu kommen und vielleicht sogar selbst zur Spenderin oder zum Spender zu werden!

Das beginnt schon im eigenen, persönlichen Umfeld. So können Betroffene beispielsweise offen über die eigene Erkrankung und Therapie sprechen und erklären, dass die Behandlung auf Plasmaspenden basiert. Das können sie im direkten Kontakt tun, aber auch über soziale Kanäle oder durch Berichte in anderen Medien wie Podcasts oder der lokalen Presse. Übrigens: Auf Social Media nutzt man am besten den Hashtag #IPAW, um auf die International Plasma Awareness Week aufmerksam zu machen.

Auch das Teilen von Informationen über seriöse Spendeeinrichtungen und über die eigene Erfahrung als Spenderin oder Spender kann helfen, andere Menschen dafür zu interessieren.

Mehr erfahren rund ums Thema Plasma

Hier auf immundefekte.info finden Sie umfassende Informationen über die medizinische Bedeutung von Plasma und immer wieder auch Hinweise auf aktuelle Aktionen. Informieren Sie sich und geben Sie den Input auch an Angehörige und Interessierte weiter!

Sie möchten mehr über den Ablauf der Spende wissen oder darüber, ob das für Sie infrage kommt? Die Website von Octapharma Plasma erläutert viele Fragen zum Thema Plasmaspende und bietet sogar einen „Online-Spendercheck“, mit dem Sie herausfinden, ob Sie für die Spende von Blut oder Plasma geeignet sind.

Die offizielle Website der Awareness Week finden Sie hier.

Plasmaspenden retten Leben – seien Sie dabei!

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