Medizinische Befunde sind für viele Patientinnen und Patienten schwer verständlich. Fachbegriffe, Abkürzungen und komplexe Formulierungen können verunsichern. Das kann ein großes Problem sein, denn schließlich ist die eigene Gesundheit eines der wichtigsten Themen. Für Menschen mit Immundefekten kann dies eine besondere Herausforderung sein, da sie häufig mit umfangreichen Arztbriefen, Laborwerten oder Diagnosen aus verschiedenen Fachbereichen zu tun haben.
Die Plattform „Was hab’ ich?“ setzt genau hier an: Sie bietet Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, medizinische Unterlagen in verständlicher Sprache erklären zu lassen: kostenlos, anonym und unabhängig.
Verständliche Einordnung medizinischer Befunde
Patientinnen und Patienten können ihre Unterlagen bei „Was hab’ ich?“ einreichen und erhalten eine nachvollziehbare Erläuterung. Die Übersetzung erfolgt durch Medizinstudierende sowie Ärztinnen und Ärzte, die sich im Rahmen des Projekts engagieren.
So funktioniert der Service:
1. Interessierte tragen sich auf der Website ein und erhalten einen Platz auf einer Warteliste.
2. Nach kurzer Zeit erhält man einen Link zum sicheren Einsendeformular.
3. Über das Formular kann der Befund hochgeladen werden, zum Beispiel als PDF- oder Bilddatei.
4. Nun machen sich die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten ans Werk und erläutern den Befund in einer leicht verständlichen Sprache.
5. Wenn die „Übersetzung“ abgeschlossen ist, wird sie per Mail verschickt und kann dann nach Belieben gelesen und gedruckt oder gespeichert werden.
Gerade bei komplexeren Diagnosen kann dieser Service helfen, bestimmte Aspekte besser einzuordnen, z.B. Laborwerte, medizinische Fachbegriffe oder Zusammenhänge zwischen verschiedenen Befunden.
Mehr Orientierung, auch bei einem Immundefekt
Menschen mit Immundefekten erhalten oft Befunde aus unterschiedlichen Bereichen und auch von verschiedenen Fachärztinnen und Fachärzten. Themen und Begriffe wie Antikörpermangel, genetische Veränderungen oder komplexe Laborparameter treten darin häufig auf.
Eine transparente Erklärung kann dabei unterstützen, die eigenen Unterlagen besser nachzuvollziehen und offene Fragen zu erkennen. Das kann insbesondere vor Arztterminen hilfreich sein, um gezielter nachzufragen oder bestimmte Aspekte anzusprechen. Vor allem kurz nach der eigenen Immundefekt-Diagnose oder der eines Kindes ist das eine große Hilfe, denn in dieser Zeit ist alles neu und kann überfordern.
Klarheit schaffen, ohne auf ärztliche Beratung zu verzichten
Ganz wichtig: Das Angebot von „Was hab’ ich?“ dient ausschließlich der verständlichen Erläuterung medizinischer Dokumente. Von dem Team werden keine Diagnosen gestellt und auch keine Therapieempfehlungen gegeben. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte bleiben die zentralen Ansprechpersonen für alle medizinischen Entscheidungen.
Weitere Informationen auf der Website
Wenn Sie mehr über das Angebot erfahren möchten, finden Sie alle Informationen direkt auf der Website von „Was hab’ ich?“ unter www.washabich.de. Dort wird erklärt, wie die Befundübersetzung funktioniert und wie Sie das Angebot nutzen können.

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