Ernährung und Primäre Immundefekte

10. Mär 2021

Welche Lebensmittel unterstützen mein Immunsystem bei PID?

Ob leckeres Frühstück oder gut „komponiertes“ Abendessen – es gibt wenig, was so viel zu unserer Lebensqualität beitragen kann, wie unsere Ernährung. Dabei geht es um einen im wahrsten Sinne des Wortes ganzheitlichen Genuss, denn gute Lebensmittel schmecken nicht nur gut, sondern geben unserem Körper auch sehr viel Kraft und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger. Außerdem sorgen die zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe, die in unserer Nahrung enthalten sind, dafür, dass unsere Stoffwechselvorgänge funktionieren. Dies gilt selbstverständlich auch für Menschen mit Primären Immundefekten.

Gesund kombiniert: ausgewogen essen

Immer wieder tauchen neue Ernährungstrends, Diäten und Co. in den Medien auf. Doch wenn Sie sich abwechslungsreich ernähren und frische, möglichst unverarbeitete Lebensmittel genießen, liegen Sie in der Regel schon goldrichtig. Ebenfalls unbestritten: fünf Mal am Tag Gemüse und/oder Obst zu sich nehmen und den Anteil fettiger und süßer Speisen gering zu halten.

Wenn Sie es etwas genauer wissen wollen, können Sie sich an den sogenannten „Ernährungskreis“ halten. Dieses Konzept hat die früher weit verbreitete Ernährungspyramide ersetzt und steht heute im Mittelpunkt von Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Der DGE-Ernährungskreis zeigt auf einen Blick die Zusammensetzung einer vollwertigen Ernährung. Beachten Sie diesen, sind Sie mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen gut versorgt. Der Kreis ist einfach zu verstehen: Je größer ein Kreissegment ist, desto höher sollte der Anteil dieser Lebensmittel in der eigenen Ernährung sein. Ganz vorne liegen zum Beispiel Vollkornprodukte, dicht gefolgt von Gemüse und Obst. Details dazu können Sie bei der DGE abrufen.

Lebensmittel gegen Entzündungen

Viele Immundefekte gehen mit einem erhöhten Entzündungsrisiko einher. Da ist es besonders hilfreich, dass einige Lebensmittel für das Gegenteil bekannt sind. Sie wirken Entzündungen entgegen und/oder senken das Entzündungsrisiko. Falls keine anderen Gründe dagegensprechen, versorgen Sie Ihren Körper also gerne mit einem leckeren Mix aus diesen anti-entzündlichen Allroundern wie zum Beispiel:

  • zahlreiche Beeren, u.a. Blaubeeren, Erdbeeren oder Cranberries
  • Süßmandeln
  • Honig
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Grünkohl
  • Ingwer
  • Kräuter und Gewürze wie Kurkuma, Petersilie, Schwarzkümmel, Thymian, Zimt und Brennnesseln

Nur nicht sauer werden!

Wichtig ist es auch, einen konstanten pH-Wert des Blutes zu gewährleisten. Auch das ist von der Ernährung abhängig und trägt zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei. Gerät Ihr Säure-Basen-Haushalt dagegen aus dem Gleichgewicht, können die Folgen sehr unangenehm sein, und zwar nicht nur für Menschen mit Immundefekten. Beschwerden und Erkrankungen treten dann häufiger auf, unter anderem Kopfschmerzen, Gicht, Durchfall oder Diabetes mellitus.

Also verbannen Sie überflüssige Säurebildner aus Ihrer Ernährung. Dabei helfen folgende Tipps:

  • Verzichten Sie möglichst auf industriell gefertigte Speisen und Getränke mit Geschmacksverstärkern, hohem Zuckeranteil, Emulgatoren und Konservierungsmitteln.
  • Bevorzugen Sie eine basische, mineralstoffreiche und natürliche Ernährung: Greifen Sie häufiger zu Kartoffeln, Gurken, Karotten, Rotkohl, Brokkoli, Grapefruits, Mandelmilch sowie Kräutern und Gewürzen wie Basilikum, Dill, Oregano, Koriander und Kümmel.

Nicht nur im Sommer: Trinkmenge im Blick behalten

Wenn es draußen heiß ist, denkt fast jeder daran … und vergisst es zu anderen Zeiten doch wieder. Die Rede ist vom ausreichenden Trinken. Experten empfehlen für Erwachsene eine Trinkmenge von mindestens 1,5 Litern pro Tag. Diese setzen sich größtenteils aus Wasser uns anderen natürlichen, zuckerfreien/zuckerarmen Getränken zusammen.

Tipp: Platzieren Sie Ihre Trinkflasche immer in Sicht- und Greifnähe und nehmen Sie diese auch mit, wenn Sie unterwegs sind.

Auch das Smartphone bewährt sich heute als praktischer Gesundheitshelfer: Zahlreiche Sport-, Fitness- und Gesundheitsapps haben auch eine Reminder-Funktion, damit Sie im Alltag nicht vergessen, Ihren Körper mit gesunden Flüssigkeiten zu versorgen.

Bitte beachten Sie, dass dieser Beitrag allgemeine Informationen und Hinweise enthält. Diese ersetzen nicht den Rat Ihres behandelnden Arztes oder von anderen Experten wie Ernährungsberatern, die Ihren individuellen Gesundheitszustand kennen. Welche Ernährung ideal für Sie ist, hängt unter anderem von der Ihres Immundefekts und weiteren, individuelle Besonderheiten wie Ihrer individuellen Therapie ab.

Ernährung bei Primären Immundefekten

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