Wenn das Immunsystem überreagiert!
Wenn das Immunsystem überreagiert!
![]()
Immer mehr Menschen in den Industrieländern leiden unter Allergien. Die Betroffenen zeigen typische Allergiesymptome wie geschwollene, rote Augen, Schnupfen, Ausschlag oder Schwellungen. Im Extremfall kann der Körper so stark reagieren, dass es zu Asthmaanfällen oder einem lebensbedrohlichen Schock kommt. Aus diesem Grund tragen manche Allergiker Notfallmedikamente immer mit sich.
Doch was passiert bei einer Allergie in unserem Körper?
Wir kommen jeden Tag mit den unterschiedlichsten Stoffen in Berührung. Unser Immunsystem hat dabei die Aufgabe, uns vor gefährlichen Angreifern, wie Viren oder Bakterien, zu schützen. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem „überschießend“ und stuft an sich harmlose Substanzen – meist Eiweiße – als bedrohlich ein. Kommt der Körper zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit der bekannten Substanz in Berührung, reichen oft geringste Mengen des so genannten Allergens aus, um eine teils heftige Reaktion hervorzurufen.
Woher kommt eine Allergie?
Diese Frage ist noch nicht abschließend geklärt. Neben genetischer Veranlagung, der hohen Belastung durch Umweltgifte und einer psychischen Komponente werden Ursachen wie übertriebene Hygiene in Fachkreisen diskutiert. Diese „Schmuddeltheorie“ gründet auf der Beobachtung, dass in den Industrieländern mit höheren Hygienestandards immer mehr Menschen an Allergien leiden. Gerade bei Kindern, die im ersten Lebensjahr keine oder nur wenige Infektionen durchgemacht haben, ist die Allergierate sehr hoch.
Behandeln statt ignorieren!
Auch wenn die Symptome einer Allergie zu Anfang meist nur lästig sind, sollte man sie nicht ignorieren, sondern behandeln. Neben der Vermeidung der Allergene gibt es die Möglichkeit einer spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung), bei der der Körper langsam an den auslösenden Stoff gewöhnt werden soll.
Suche
Zentren & Ambulanzen
Expertenrat
News
22. März 2012

